Turnringe

Turnringe bestehen aus zwei einzelnen Griffen, die an verstellbaren Gurten hängen. Je nach Aufbau nutzt du sie etwa zum Rudern, für Dips, für fliegende Bewegungen oder für Übungen mit den Füßen in den Ringen oder in dafür vorgesehenen Fußschlaufen.

Holz, Kunststoff und Griffstärke

Holzringe haben eine griffige Oberfläche und fühlen sich angenehm an. Fürs Training drinnen eignen sie sich gut. Du solltest sie allerdings weder im Regen lassen noch feucht lagern. Kunststoffringe sind weniger feuchtigkeitsempfindlich und lassen sich leicht abwischen. Wie gut du daran Halt findest, hängt von der Oberflächenstruktur ab. Prüfe die Eignung für draußen auch bei Gurten und Verschlüssen.

Zwei verbreitete Griffstärken sind 28 mm und 32 mm. Gemeint ist die Dicke, die deine Finger umschließen, nicht die Größe der Ringöffnung. Kleinere Hände können einen dünneren Griff oft besser umfassen. Probiere nach Möglichkeit beide aus: Dicker ist nicht automatisch besser.

Gurte und Verstellung

Die Gurte müssen zur Höhe deiner Aufhängung und zur niedrigsten geplanten Übungsposition passen. Die angegebene Gurtlänge entspricht nicht zwangsläufig der nutzbaren Abhängung, weil der Gurt um die Befestigung und durch den Verschluss zurückgeführt wird.

Markierungen mit Zahlen erleichtern das gleichmäßige Einstellen. Klemmverschlüsse erlauben eine feine Längenanpassung, Systeme mit vernähten Schlaufen bieten feste Stufen. Halte dich an die Einfädelanleitung des jeweiligen Verschlusses und sichere überstehende Gurtenden außerhalb des Bewegungsbereichs.

Platz für deine Übungen

Für Rudern und Liegestütze mit Bodenkontakt der Füße können niedrige Ringe ausreichen. Klimmzüge und Dips brauchen mehr Höhe und Bewegungsfreiheit. Prüfe deshalb auch den Platz oberhalb der Ringe.

Die gesamte Aufhängung muss für die Trainingsbelastung geeignet sein. Die Tragkraft der Ringe sagt noch nichts darüber aus, was deine Deckenbefestigung oder Klimmzugstange aushält. Kontrolliere besonders die Stellen, an denen die Gurte die Aufhängung berühren, sowie Holzringe auf Risse und Splitter.

Höhe und Befestigung

Befestige beide Gurte an einer Aufhängung, die für dein Körpergewicht und die Belastung der Übung vorgesehen ist. Stelle die Ringe auf dieselbe Höhe, wenn du dich für die Bewegung auf beiden Seiten gleichmäßig abstützen musst. Kontrolliere Gurte und Verschlüsse, bevor du sie belastest.

Da sich jeder Ring einzeln bewegen kann, musst du seine Position während der Übung kontrollieren. Wähle Körperwinkel oder Ringhöhe so, dass du die Ausgangsposition gut kontrollieren kannst. Feste Dip-Barren und eine Klimmzugstange unterscheiden sich von Turnringen: Sie bewegen sich nicht wie frei hängende Ringe.

Training mit Turnringe

Die nachfolgenden Übungen kannst du mit Turnringe ausführen.

Übung Hauptmuskelgruppe Schwierigkeitsgrad Trainingsart
Beinbeugen an Ringen Po Training

Schwierig

Verbundübung
Dips an Ringen Untere Brust

Schwierig

Verbundübung
Fliegende an den Ringen Mittlere Brust

Schwierig

Isolationsübung
Rudern an Ringen mit erhöhten Füßen Schultertraining

Schwierig

Verbundübung

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